Zellkautschuk
Kautschukform mit universellem Einsatzbereich
Zellkautschuk ist vielseitig einsetzbar. Seine Beschaffenheit ermöglicht den Einsatz in vielen Bereichen, z.B. als Polsterung in Verpackungen, als Kantenschutz, als Dichtungen oder als Stoßdämpfung bei kratz- und bruchempfindlichen Waren. Zellkautschuk ist als Platten, Stanzteile, selbstklebende Streifen und als Zuschnitt erhältlich. Umgangssprachlich spricht man eher von Moosgummi genannt und findet neben den beschriebenen Einsatzmöglichkeiten auch Verwendung zum Entklappern und Entdröhnen oder als Bastelmaterial. Zellkautschuk nimmt keine Feuchtigkeit auf und ist sehr langlebig. Alterungsbedingt kann er jedoch schrumpfen.Zellkautschuk wird aus Elastomeren gefertigt. Die Zugabe von Zusatzstoffen wie Weichmacher, Füllstoff, Alterungsschutz oder Vernetzungschemikalien bestimmen das Endprodukt und seinen Einsatz.
Zellkautschuk lässt sich in vier Qualitätskategorien einteilen. Naturkautschuk, Neoprene, Nitril und EPDM. Naturkautschuk findet dort Einsatz, wo keine besonderen Ansprüche an Temperatur und Altersbeständigkeit gestellt werden. Neoprene sind temperaturbeständig, schwer entflammbar, öl-, laugen- und säurebeständig. Nitril ist witterungs- und ozonbeständig, teilweise benzinbeständig und ölfest, jedoch brennbar. EPDM eignet sich besonders für den Einsatz im Aussenbereich. Es ist lichtrissbeständig, witterungsfest und beständig gegen Licht, Ozon, Temperatur und Alterung.
Zellkautschuk ist gemischtzellig, teils offen oder geschlossenzellig. Daneben mit oder ohne Außenhaut. Bei der Herstellung von Moosgummi bildet sich eine Außenhaut, wogegen bei der Herstellung von Schwammgummi die Außenhaut größtenteils geöffnet bleibt.
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